Trauer bewältigen, Trost, Todesanzeigen, Lebensfreude

Meine Biografie

Direkt mit Menschen im Austausch zu stehen und gemeinsam nach passenden Lösungen zu suchen ist für mich das Schönste, das es gibt. Und wenn ich in meinem Leben etwas gelernt habe, dann das, dass es für alles eine Lösung gibt und auch, dass das Leben uns nie mehr Herausforderungen schickt, als wir bewältigen können. Manchmal ist es unangenehm und schmerzhaft neue Wege zu gehen und es erfordert Mut, aber es lohnt sich immer. Und ich muss es wissen, denn die Richtung in meinem Leben hat sich oft geändert:

Meine Kindheit

Coaching, Trauerhilfe, SolopreneureAufgewachsen bin ich in einem Dorf in Tirol als jüngstes von drei Geschwistern. Meine Eltern führten damals eine Frühstückspension und es gab früh Ereignisse in meinem Leben, die mich veranlassten, mich damit auseinander zu setzen, wie Kommunikation eigentlich funktioniert und was Menschen bewegt zu sein wie sie sind und warum sie tun, was sie tun. Menschen faszinierten mich und ich beobachtete mein Umfeld. Oftmals verstand ich nicht, was gerade passierte, was mich umso neugieriger machte. Ich wollte die Menschen verstehen, ich wollte ihre Beweggründe verstehen.

Die Zeit des Erwachsenwerdens

Während der Pubertät begann ich mich für andere Religionen und für Psychologie zu interessieren. Mein Leben bestand aus lauter Fragen. Ich beobachtete weiterhin meine Umwelt und machte mir so ein Bild davon, wie vielfältig wir Menschen doch sind. Wie sehr uns prägt, wie und wo wir aufgewachsen sind, wurde mir später während meiner Ausbildung zur Mediatorin klar.

Nach der regulären Schulzeit machte ich jedoch erst einmal die Ausbildung zur Bürokauffrau in einer öffentlich-rechtlichen Gebietskörperschaft, die die gesetzliche Interessensvertretung für Arbeiter/innen und Arbeitnehmer/innen in unserem Bundesland war. Von der Poststelle über die EDV, Rechnungswesen, Arbeitsrecht, Bildungsabteilung, Rechtsabteilung, Bibliothek, Statistik, bis zur Direktion und zum Präsidium durchlief ich alle Abteilungen. Sogar im Wahlbüro wurde ich eingesetzt. Insgesamt blieb ich 8 Jahre in diesem Betrieb. Es war eine lehrreiche und abwechslungsreiche Zeit.

Das Erwachsenenleben

Irgendwann trieb es mich weiter und so ging ich – Anfang 20 – als Au-pair nach Amerika. Ich betreute drei Kinder und hatte Gelegenheit aufs College zu gehen. Es war eine wertvolle und spannende Zeit.

San Francisco 1993 (2)Kurz vor meiner Rückkehr nach Tirol, kam ich zum ersten Mal mit Bachblüten in Berührung. Daraufhin fand bei mir eine Veränderung statt und ich wurde neugierig. Durch meine eigene Veränderung lernte ich mehr über Seelenzustände und auch Ängste, die sich oft nur in feinen Nuancen unterscheiden und doch völlig unterschiedliche Auswirkungen auf uns haben. Über die Bachblüten kam ich schließlich zu den Kalifornischen Essenzen und schließlich zu den australischen Buschessenzen, die mich besonders faszinierten. Gute 20 Jahre lang beschäftigte ich mich intensiv mit solchen Essenzen und ihrer Wirkungen und entwickelte ein feines Gespür für die Stimmungen, in denen sich die Menschen um mich herum befanden.

Parallel dazu empfahl mir meine Freundin, einen Workshop zum Thema „Leben“ mitzumachen. Bereits beim ersten Workshop öffnete sich für mich die Tür zu einem neuen, selbstbestimmten Universum und so beschloss ich, das gesamte Curriculum durchzumachen. Noch bis heute arbeite ich täglich mit dem Wissen, das ich mir dort aneignete. Es ist auch das Grundgerüst für meine Arbeit.

Während der kommenden Jahre nach meiner Rückkehr aus Amerika war ich beruflich im medizinischen Bereich tätig als Assistentin bei einem Lungenfacharzt. Hier hatte ich endlich wieder Gelegenheit, direkt mit den Menschen zu kommunizieren. Das war eine schöne Zeit, allerdings nicht von Dauer.

Ich wechselte in den verwaltenden, medizinischen Bereich. Ein paar Jahre betreute ich Medizinstudenten während ihres Studiums und danach wechselte ich in die Medizintechnikplanung des Krankenhauses.

Das Familienleben

IMG_08691998 lernte ich meinen Mann kennen. Wir heirateten, bekamen unser Kind und zogen aufs Land nach Bayern. Die Welt als Ehefrau und Mutter öffnete mir neue Türen in eine Welt, in der ich bislang wenig Erfahrung hatte.

Unser Bedürfnis danach, Neues und Fremdartiges kennenzulernen und zu analysieren, befriedigten wir, indem wir viele Reisen unternahmen.

Während ich unser Leben in diesem kleinen Dorf managte, machte mein Mann Karriere. Die Anforderungen, die der Alltag an uns stellte, waren sehr unterschiedlich. Nach 11 Jahren Ehe trennten wir uns.

Die Zeiten des Umbruchs

Etwa ein Jahr vor der Trennung begann ich wieder zu arbeiten – halbtags in einer ärztlichen Praxis. Ich hatte das Bedürfnis, wieder unter Menschen zu sein und zu ihrem Wohlbefinden beizutragen. Berufsbegleitend begann ich mit der Ausbildung zur Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen. Alles unter einen Hut zu bringen war anstrengend. Aber ich wählte die Herausforderung. Ich habe das so lange vermisst. So schön das Leben mit einem kleinen Kind auf dem Land auch ist, so langweilig ist es für jemanden wie mich, wenn das Kind älter ist. Spätestens, wenn das Leben überschaubar und zur Routine wird, muss ich raus.

IMG_3768-1Nach der Trennung zogen wir um in den Ort, in dem ich auch meine Arbeitsstelle hatte. Die Arbeit dort wurde immer mehr, jedoch auch immer langweiliger, weil die entsprechenden Anforderungen fehlten. Meine Arbeit bestand fast nur noch daraus, das Telefon zu bedienen und Unterlagen einzuscannen und das in Rekordzeit. Mit den Menschen direkt hatte ich fast gar nichts mehr zu tun. Es war dauerhaft unruhig und laut und die Überstunden wurden immer mehr. Routine eben. Bis ich eines Tages nicht mehr konnte.

Seit Wochen schlief ich nur noch 2 -3 Stunden und von Tag zu Tag fiel es mir schwerer, selbst die kleinsten Dinge meines Alltages zu organisieren. Wenn ich heute zurückblicke, dann weiß ich, dass ich so damit beschäftigt war zu funktionieren, dass ich nicht bemerkte, wie ich mit Vollgas in ein Boreout geschlittert bin, das sich in der Konsequenz nicht von einem Burnout unterscheidet. Jedenfalls war das das Ende meiner Laufbahn als angestellte Person. Im Nachhinein gesehen eine glückliche Fügung, denn es war ein Wendepunkt.

Zurückgeworfen auf mich selbst begann ich mich zu fragen, was schief gelaufen war. Und ich entdeckte eine Welt, die mir bis dato nicht bekannt war. Ich erfuhr, dass es so etwas wie Hochsensibilität gibt und ich erkannte mich darin in allen Punkten wieder. So vieles ergab plötzlich Sinn, was ich bisher nicht verstanden hatte. Und ich verstand nun auch, warum ich in einer Arbeitsumgebung, wie ich sie zuletzt kennengelernt habe, nur scheitern konnte. Ich denke, viele von uns kennen so eine Situation. Manchmal schafft man den Ausstieg selbst und manchmal zwingt einen das Leben dazu umzudenken und neu anzufangen.[/Tweet]

Die Zeit des Neubeginnens

Ich entschied mich, die Ausbildung zur Mediatorin zu machen und um das Bild für mich rund zu bekommen, machte ich im Anschluss noch die Ausbildung zur Kommunikationstrainerin. Als ich mich danach selbstständig machte, schickte mir das Leben erst richtig Herausforderungen, die es zu meistern galt. Und sie sollten in erster Linie NICHT unmittelbar mit meinem Beruf zu tun haben. Und doch stellen gerade diese Erfahrungen ein wichtiges Werkzeug für meine Arbeit dar.

Heftigstes Mobbing in der Schule machte meinem Sohn das Leben schwer und ich lernte, dass Schule heute nicht mehr funktioniert, wie noch zu meiner Schulzeit. Es folgte eine hoch emotionale Zeit für uns alle. Und ich musste eine klare Stellung beziehen. Nicht gerade eine meine Stärken zu diesem Zeitpunkt.

Als die Umstände sich stabilisierten, riss ich mir ein Kreuzband und rannte monatelang mit einer Schiene am Bein herum. Den Alltag zu managen erwies sich in dieser Zeit als kompliziert aber machbar heraus.

Die Zeit der Trauer

Trauer bewältigen, Lebensunlust, Tod, Suizid, BiografieDer Supergau folgte, als mein Ex-Mann verstarb. Von einer Minute auf die andere war nichts mehr in meinem Leben, wie ich es gewohnt war. Nichts, woran ich bis zu diesem Zeitpunkt geglaubt hatte, hatte mehr Bestand. Nichts, woran ich mich bislang festgehalten hatte, gab mehr Halt. Nicht einmal bestehende Familienkonstellationen funktionierten mehr so, wie ich es erwartet und auch gebraucht hätte.

Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich eine Situation kam, an der ich das Gefühl hatte, zu zerbrechen.
Es war die Verantwortung für unser Kind, die mich durchhalten ließ, aber es fiel mir oft sehr schwer. Bis zu jenem Zeitpunkt war ich jemand, der einfach machte, was getan werden musste. Aber mit dieser Situation fühlte ich mich oft überfordert und machtlos. Ich machte trotzdem weiter.

Die Zeit zu Leben

Heute fühle ich mich gestärkt wie nie und blicke positiv in die Zukunft.


Ich freue mich, mit meiner Arbeit einen Beitrag dazu leisten zu können, Menschen, die Ähnliches erleben mussten wie ich in den letzten Jahren, wieder Leichtigkeit und Freude in ihr Leben zu bringen.

Der Weg ist nicht immer ganz leicht und von so manchen Veränderungen geprägt, aber er ist in jedem Fall sehr lohnenswert.