Gedankensplitter

Das Ende vom … Drama

Vor einiger Zeit unterhielt ich mich mit einem Bekannten beim Essen zum Thema Drama und sagte zu ihm, dass ich die Tür zum Drama einige Monate nach dem Tod meines Ex-Mannes für mich für immer geschlossen habe. Und seither geht es mir gut.

Aus seiner Sicht ist dies ein Ding der Unmöglichkeit und doch erlebe ich es so. Zum Zeitpunkt des Gesprächs hätte ich ihm nicht erklären können, wie man das macht. Ich wusste nur, dass es für mich funktioniert, denn

ich hatte mich innerlich dazu entschlossen, dass ich für mein jetziges Leben – und auch gegebenenfalls alle weiteren – bereits genug Dramen erlebt habe und jetzt einmal die andere, fröhliche und unbeschwerte Seite des Lebens kennenlernen möchte.

Ein Leben ohne Drama?

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Vielleicht fragst du dich jetzt, wie das funktionieren soll und wie so ein Leben überhaupt ausschauen kann?

Ich kann dir so viel sagen: Es gibt Wege und eines weiß ich mit Gewissheit: Mein Leben hat sich seit dieser Entscheidung sehr zum Positiven verändert.

Es ist nicht so, dass jetzt alles eitel Sonnenschein ist. Überhaupt nicht. Das Leben stellt mich nach wie vor vor Herausforderungen. Und nach außen hat sich nichts verändert.

Der Unterschied

Was immer passiert, ich nehme es nicht mehr persönlich. Ich fühle mich nicht mehr für alles, was in meiner Umgebung/meinem Umfeld passiert, verantwortlich. Ich frage mich nicht mehr ständig, ob ich etwas anders machen hätte können oder ob ich mehr tun hätte müssen. Aber dafür frage ich mich, wie es sich für mich anfühlt, ob ich eingreifen kann und soll und ich treffe Entscheidungen so, dass es für mich stimmig ist und ich mit den Konsequenzen leben kann.

Es ist wie es ist.

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Das ist in Ordnung so, weil es Teil des Menschseins ist und weil wir nicht alles und jeden beeinflussen können. Weil wir aus allen Erfahrungen, die wir machen, lernen und uns verändern dürfen.

Dieses Recht nehmen wir für uns in Anspruch. Warum soll es nicht auch für uns nahestehende Menschen gelten?

Der Lösungsweg

Ein Drama findet dann ein Ende, wenn wir aufhören, ständig alles wieder und wieder zu hinterfragen und annehmen was ist, dann kann auch unser Leben weitergehen. Das bedeutet nicht, dass wir nicht mehr traurig sein dürfen oder wütend, irritiert, , verzweifelt, verletzt – was auch immer. Es bedeutet nur, dass wir uns nicht mehr verpflichtet fühlen, diese Gefühle wie eine „heilige Kuh“ zu behandeln, um die man sich ohne Unterlass kümmern muss. Wenn wir nicht nur grübeln und uns unseren schmerzhaften Gefühlen hingeben, gibt es auch Raum für neue Möglichkeiten.

Die ersten Schritte aus einem Drama heraus sind immer die Entscheidung loszulassen und das Annehmen dessen was ist. Es hilft sich klarzumachen, dass es keinen Sinn hat, sich Monate, Jahre oder sogar ein Leben lang mit etwas auseinanderzusetzen, das man nicht mehr ändern kann.

[Tweet theme=”tweet-box-shadow”]Wir können unser Leben nicht rückwärts, nur vorwärts leben.[/Tweet]
Wir können von dem, was passiert ist, unsere Lehren ziehen und es künftig besser machen. Und wir können einsehen, dass wir manchmal einfach machtlos sind, weil die Entscheidungen nicht in unseren Händen liegen.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist, die Gefühle anzunehmen, die da sind. Wenn dir danach ist wütend zu sein, dann sei wütend! Du musst dabei ja nichts zerstören. Wenn dir danach ist weinerlich zu sein, dann sei weinerlich und wenn dir danach ist, neue Entscheidungen zu treffen, dann treffe neue Entscheidungen!

Aber mache das bewusst. Entscheide dich dafür zuzulassen, was jetzt da sein möchte. [Tweet theme=”tweet-box-shadow”]Jedes Gefühl, das du dir nicht erlaubst zu fühlen, wird irgendwann wieder an die Oberfläche kommen.[/Tweet]
So lange, bis es sich nicht mehr verdrängen lässt.

Wenn du ängstlich bist, suche dir bitte jemanden, der in diesen Momenten beisteht und mache dir klar, dass das eine Momentaufnahme ist. Schaue hin, was dich genau ängstigt und was du tun kannst, damit sich diese Situation für dich lösen lässt.

Schiebst du die Gefühle wieder und wieder weg, stehen die Chancen gut, irgendwann in die Depression abzurutschen oder in irgendwelche Abhängigkeiten.

Ganz ehrlich: das ist es nicht Wert. [Tweet theme=”tweet-box-shadow”]Gefühle sind nur Gefühle und kein Todesurteil und auch nicht für die Ewigkeit.[/Tweet]
Sie kommen und gehen
und erinnern dich daran, dass du ein menschliches Wesen bist. Und Mit-Gefühl ist nun einmal das, was uns Menschen ausmacht.

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Wenn es dir nicht gelingt, aus deiner persönlichen Dramatik auszusteigen, versuche einmal folgende Übung: Schreibe deine „Beschwerde“ auf und lese sie einer anderen Person vor. Wieder und wieder. So ca. 10 bis 15 Minuten sollten reichen.

Wenn du am Ende deiner Geschichte angelangt bist, fange wieder von vorne an. [Tweet theme=”tweet-box-shadow”]Ich verspreche dir, früher oder später wird dir dabei etwas auffallen.[/Tweet] Und du darfst gespannt sein, was es ist. Ich möchte den Ausgang dieses Versuchs nicht vorwegnehmen, da es wichtig ist, selbst drauf zu kommen. Doch ich freue mich, wenn du deine Erfahrung dann im Kommentar oder auch gerne einer persönlichen Mail mitteilst.

Licht und Liebe für dich und eine erkenntnisreiche Zeit.

 

Fotos:
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Gedanken zum frei gewählten Tod

Ein frei gewählter Tod hinterlässt uns mit offenen Fragen und wird von der Kirche als Sünde verteufelt. Laut Kirche erwartet Menschen das Fegefeuer, die diesen Weg einschlagen und in gewisser Weise auch die Hinterbliebenen, die damit fertig werden müssen. [Tweet theme=”tweet-box-shadow”]Jeder von uns kennt jemanden, der sich das Leben genommen hat und muss einen Weg finden, damit fertig zu werden.[/Tweet] Vor allem fertig zu werden damit, dass man nie die wahren Antworten kennen wird.

Selbstmorde gab es einige in meinem Umfeld. Vor allem im familiären Umfeld. Der letzte aber traf mich so unmittelbar, dass ich nicht mehr umhin kam, mich mit diesen Fragen zu beschäftigen und meine Antworten zu finden. Dieser Beitrag stellt meine eigene Sichtweise dar. Es gibt keine wissenschaftlichen Erklärungen oder religiöse Überzeugungen zum Thema Selbstmord. Nur meine ganz persönlichen Antworten. Falls du betroffen bist, sind vielleicht auch einige Antworten dabei, die dir weiterhelfen. Ich wünsche es dir, damit vielleicht ein wenig Frieden in dein Herz einziehen kann, um mit dem Geschehenen fertig zu werden.

Der Psychologe nannte den Selbstmord eine heroische Tat.

Ich fiel aus allen Wolken. Für mich war es ein Akt der Feigheit. Ein Aussteigen aus der Verantwortung. Lieber Sterben als zuzugeben, dass man nicht mehr kann und dringend Hilfe braucht. Jeder hätte dafür Verständnis gehabt. Aber wenn man das Bild, das gesellschaftlich erwünscht und anerkannt ist, aufrechterhalten will, ist das nicht mehr so einfach, wenn es anfängt zu bröckeln und zusammenzubrechen droht. Was für ein Segen für jeden, der den Absprung schafft!

Trauerbegleitung, Trost, Verzweiflung, Selbstmord, Hilfe

Aus der Sicht des Psychologen überwindet ein Mensch willentlich seinen Drang zu überleben. Und dieser Wille scheint ja eigentlich unüberwindbar zu sein. Warum sonst kämpften Menschen, die mit dem Tod konfrontiert sind, zum Beispiel bei einem Unfall oder bei Krebs etc., so sehr um ihr Leben? Zudem würde man ja den Zeitpunkt selbst wählen, wann man stirbt. Ein Akt von Größe?!?

[Tweet theme=”tweet-box-shadow”]Mitnichten. Selbstmord ist ein Akt größter Verzweiflung. Eine unbeschreibliche Hilflosigkeit und ohne Hoffnung. [/Tweet]

Der Drang leben zu wollen ist völlig ausgeschaltet und auch jedes Gefühl. Nichts, wirklich gar nichts spielt mehr eine Rolle. Man wird unerreichbar. Der Schmerz, den man empfindet, soll endlich aufhören und man möchte, dass die anderen endlich begreifen… Es scheint der einzige Weg zu sein. Etwas, das in so einem Moment nicht präsent ist, ist das Erkennen, wie final dieser Weg tatsächlich ist…

Warum ich das weiß?

Als Jugendliche befand ich mich in so einer Situation. Nach einem Streit, bei dem ich mich wieder einmal zutiefst verletzt fühlte, wollte ich „denen zeigen, was sie davon haben“. Ich wollte mich vor den Zug werfen … Jetzt muss man wissen, dass der nächste Bahnhof ungefähr 20 Minuten Fußwanderung bedeutete und die Züge auch nicht im Minutentakt verkehrten. Zeit genug, um wieder klar denken zu können und zu begreifen, dass diesen Schritt wohl niemand verstehen würde.

Selbstmord, Freitod, Hoffnungslosigkeit, Trauer bewältigen

Niemand wusste, wie es innerlich in mir aussah und womit ich kämpfte. Ich würde mein Ziel damit nicht erreichen, aber sehr viel Schmerz hinterlassen. Und für mich wäre die Sache gelaufen. Das wollte ich so auch nicht. Also ließ ich meinen Plan fallen und kehrte um. Allerdings hatte ich viele Monate immer eine Rasierklinge bei mir, für den Fall, dass ich es einfach nicht mehr ertragen könnte…

Warum ich dir das erzähle?

Weil uns oft Schuldgefühle das Leben schwer machen.

Ein Selbstmord hinterlässt IMMER schweben Fragen wie „Hätte ich es verhindern können?“, „Habe ich etwas falsch gemacht?“; „Habe ich nicht genau zugehört?“; etc. Wir beschuldigen uns: „Ich hätte etwas bemerken müssen!“; „Ich hätte etwas tun müssen!“ und und und

Tatsache ist: Es gibt nicht diesen EINEN Auslöser. Maximal gibt es einen Auslöser, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Bis es soweit ist, ist schon vorher viel passiert. Und das vermutlich auch noch von vielen Seiten gleichzeitig.

Selbstmord, Verzweiflung, Todesanzeigen, FreitodHinzu kommt noch, dass wir Menschen sind und Menschen orientieren sich an Überzeugungen. Vor allem auch an Überzeugungen über sich selbst und welcher Bedeutung sie einer Situation geben. Viele dieser Überzeugungen sind übernommen: weil sie uns vorgelebt wurden, weil sie uns zum Beispiel in einem Film besonders beeindruckt haben oder aus anderen Gründen. Teilweise wissen wir nicht einmal mehr, woher unsere Überzeugungen ursprünglich stammen und wir überprüfen sie selten. Es macht also keinen Sinn, sich Vorwürfe zu machen. Und es ändert nichts am Endergebnis.

Hätte ich etwas tun können?

Diese Frage finde ich besonders spannend.

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Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es keinen Weg gibt, jemanden von seinem Vorhaben Selbstmord zu begehen abzubringen, wenn er diesen Weg für sich gewählt hat. Es wird nur eine Frage der Zeit sein bis es gelingt. Ebenso felsenfest bin ich davon überzeugt, dass die Umsetzung nur gelingt, wenn „unsere Uhr“ – also unsere Zeit hier auf Erden – abgelaufen ist.

[Tweet theme=”tweet-box-shadow”]Wenn wir unsere Aufgabe hier auf diesem Planeten noch nicht erfüllt haben, kommt der Zufall zu Hilfe. [/Tweet]Das Vorhaben wird durchkreuzt; man wird in letzter Sekunde noch gefunden und gerettet. Vor 2 oder 3 Jahren habe ich von einem Mann gelesen, der seinem Leben ein Ende gesetzt hat und gleich mehrere „Methoden“ angewandt hat, um sicherzustellen, dass sein wiederholter Selbstmordversuch tatsächlich klappt und quasi die nächste Methode automatisch sichergestellt ist, falls die vorhergehende fehlschlägt. Dieser Mann wollte einfach nicht mehr leben!

Was mir in meiner Situation geholfen hat

Auf einer Trauerkarte war ein Spruch geschrieben:

„Als Gott sah, dass der Weg zu weit war, der Hügel zu steil und das Atmen zu schwer wurde, nahm er Dich in den Arm und sprach „Komm heim“.

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Ich fand damals Trost in diesem Spruch und es ist bis heute so. Für mich ist ein Freitod nur eine andere Art zu sterben und zu unserem Ursprung zurück zu kehren. Es gibt weder einen Grund, sich schuldig fühlen zu müssen noch diese Tat zu verurteilen. Es gibt Menschen, in denen der Wunsch angelegt ist, ihr Leben auf diese Weise zu beenden und es gibt Menschen, für die wäre so etwas undenkbar. Es ist einfach nur, was es ist: menschlich. Als Menschen verfügen wir über einen freien Willen. Sogar darüber, auf welche Art und Weise wir diese Welt verlassen wollen.

 

Fotos:
Beitragsbild Emanuel Nöhmeier Fotografie
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Helene Souza_pixelio.de

Glücklich Sein – darf ich das?

Hast du dich schon einmal dabei ertappt, dass du – trotz deines Trauerfalls – einfach glücklich bist und immer öfter lächelst?

Gut! Ich gratuliere dir!

Was ist dann passiert? Hast du dich gefreut? Bist du erschrocken über dich selbst? Hast du gehofft, dass dich niemand dabei ertappt hat? Versuchst du vielleicht sogar dich selber zu verdammen, weil du es gewagt hast… ? Hörst du schon, wie sich die Nachbarn, Freunde, Arbeitskollegen oder sonst wer das Maul über dich zerreißen?

Trauer und Umfeld

Wenn wir mit Trauer konfrontiert sind, begegnen uns viele Erwartungsmuster und Vorstellungen in unserem Kopf und unserem Umfeld: wie wir gefälligst damit umzugehen haben und auch wie lange, das so bleiben muss etc. Glücklich Sein und Fröhlichkeit stehen da bestimmt nicht an vorderster Stelle.

Lange Zeit können wir uns auch gar nicht vorstellen, dass wir jemals wieder glücklich, unbeschwert und fröhlich sein können, weil wir der Meinung sind, den Verstorbenen damit zu verraten. Das schlechte Gewissen wartet schon auf uns am nächsten Eck – zuverlässig und unbestechlich.

Aber ist das wirklich so? Begehen wir Verrat an dem Menschen, der verstorben ist? Was spricht dagegen, glücklich zu sein? Was spricht dagegen, das Leben irgendwann wieder bei den Hörnern zu packen und zu sagen: Ja! Ich liebe dieses Leben und möchte die Zeit, die mir bleibt, leben und genießen?

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Entscheide dich für’s Leben

Sich wieder dem Leben zuzuwenden bedeutet nicht, die Traurigkeit in sich oder den Verstorbenen zu verleugnen. Es bedeutet lediglich, sich selber wieder eine Chance zu geben, das Beste aus diesem Leben für sich herauszuholen – trotz dieses Trauerfalles. Du bist das einfach Wert.

Jetzt denkst du vielleicht: Ja, aber vergesse ich den lieben Menschen, den ich verloren habe, denn nicht, wenn ich mich wieder um mein eigenes Leben kümmere?

Lasse dir hier und an dieser Stelle gesagt sein: NEIN!

[Tweet theme=”tweet-box-shadow”]Die Menschen, die man im Herzen trägt, vergisst man nicht. Niemals.[/Tweet]

Vielleicht denkt man nicht ununterbrochen an diesen Menschen, aber einmal ehrlich: Denkst du ununterbrochen an die Menschen, die du liebst, und die noch leben? Sicher nicht. Und trotzdem geraten sie nicht in Vergessenheit. Jeder Mensch, den wir je kennengelernt haben, ist in dem Moment präsent, in dem wir an ihn denken. Ausnahmslos!

Stell dir einmal vor, DU wärst gestorben und der Mensch, den du betrauerst, würde leben. Du sitzt nun also auf einer Wolke und schaust hinunter zur Erde und siehst, dass „dein Mensch“ dich zwar vermisst, sich aber dennoch freuen kann über die großen und kleinen Wunder des Lebens. Wie erginge es dir da auf deiner Wolke? Würde dir nicht auch warm ums Herz werden, wenn der Mensch, der zurückgeblieben ist, sein Leben nicht nur damit verbringt, Trübsal zu blasen und an dich zu denken sondern sein Leben bestmöglich weiterführt? Würdest du mitlachen, wenn „dein Mensch“ lacht? Ich bin mir ziemlich sicher, das würdest du.

[Tweet theme=”tweet-box-shadow”]Was gibt es Schöneres, als den Menschen, den man liebt, glücklich zu wissen?[/Tweet]

In diesem Sinne möchte ich dich dazu ermutigen dir zu erlauben, dass Lebensfreude und Glück dein Leben wieder bereichern dürfen. Und wenn dir deswegen jemand „blöd kommt“, dann verweise auf mich. Denn ich erlaube dir das in jedem Fall. Ich bin sogar so unverschämt und dränge es dir auf, denn niemand kann dein Leben besser leben als du. Und nur du entscheidest letztlich, wie dein Leben ausschauen und sich anfühlen soll.

Deine Trauer wird irgendwann einer gewissen Wehmut weichen, wenn du die Freude wieder in dein Leben aufnimmst. Sie wird dich immer wieder an deinen geliebten Menschen erinnern und es wird sich Dankbarkeit einstellen für die Zeit, die ihr gemeinsam hattet.

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Und das Menschlein auf der Wolke wird stolz auf dich sein und überquellen, voller Liebe für dich. Denn was gibt es Schöneres, als den Menschen, den wir lieben, glücklich zu sehen?

Wenn dich dieser Beitrag berührt hat, lade ich die herzlich ein, deine Gedanken mit mir – mit uns – im Kommentar zu teilen. Licht, Liebe und Freude für dich bei allem, was du tust.